Das neue Macbook Pro 2021 auf der Apple WWDC 2021 mit neuem Apple Silicon

Am Montag steht sie endlich vor der Tür, die World Wide Developer Conference meines Lieblingskonzerns Apple. Seit Monaten fiebere ich darauf hin und bin brennend interessiert, was Apple Neues hinter dem roten Vorhang hervorholen wird. Noch nie war ich so gespannt wie dieses Jahr. Warum werdet ihr euch fragen. Ich bin gewissermaßen in einer misslichen Lage. Mein aktuelles Macbook Pro 15 Zoll aus dem Jahr 2017 ist nicht nur in die Jahre gekommen, sondern am Ende. Immer wieder gehen die Lichter sprichwörtlich aus und mein Display bleibt schwarz. Auch kommt das Gerät nicht wirklich mit dem 4k- oder gar 8k-Videomaterial meiner Canon EOS R5 klar.

Geistervilla l'Aiglon
mein Macbook Pro 15 Zoll aus 2017 wird hoffentlich bald einen Nachfolger haben, das Macbook Pro 2021 M1X

Die Story des Apple Silicon

Natürlich hätte ich mir schon längst ein aktuelles Macbook Pro 16 Zoll mit Intel-Prozessoren holen können. Allerdings hat Apple im letzten Jahr auf seiner Entwicklerkonferenz einen krassen Schritt verkündet: Apple geht wieder weg von Intel-Prozessoren und entwickelt seine Porzessoren selber. Einen ersten Aufschlag hat Apple mit dem eigens entwickelten Apple Silicon M1-Chip im Herbst 2020 schon gemacht. Mit den eigenen Chips wird Apple unabhängiger von anderen Herstellern, wie von Intel und kann so noch mehr aus den Geräten rausholen. Die Beziehung mit Intel ist in den letzten Jahren in meinen Augen gerade wegen den mobilen Rechnern von Apple in die Brüche gegangen. Apple mag gerne immer kleinere Geräte bauen. Mit den Intel Macbook Pros hat Apple dabei in meinen Augen sogar eine Grenze überschritten und einen Punkt erreicht wo es nicht mehr weiterging. Aufgrund der schmalen Alluminium-Gehäuse haben sich gerade die großen 15/16 Zoll-Geräte leicht erhitzt und konnten nicht so schnell gekühlt werden, ohne dass eine Schädigung der CPU eingetreten wäre. Deshalb musste Apple die Leistung der Rechenkerne bei steigender Leistung immer wieder reduzieren, um die Geräte im Gleichgewicht zu halten. Gut, bei den letzten Macbook Pros war dieses Problem scheinbar nicht mehr so groß, aber es war klar, so geht es nicht weiter.

Der Apple M1, ein grandioser Start in eine neue Ära

Der Apple M1-Chip, der aktuell im Macbook Air, Mac Mini und dem neuen iMac 24 Zoll verbaut ist ein grandioser Auftakt in die neue Ära des Apple Silicon und beweist genau das Gegenteil: Kleine Geräte müssen nicht überhitzen und können trotzdem enorme Leistung liefern. Ein M1-Macbook Air hat nichtmal Lüfter verbaut und ich kann darauf 4k Material in Raw schneiden wie Butter. Also das ist schon wirklich ein sehr guter, erster Schritt. Allerdings ist meine Anforderung an einen Rechner, er muss mobil sein und ich muss ein größeres Display haben als 13 Zoll, deshalb kommt keiner der M1-Macs aktuell für mich in Frage und ich musste weiter warten. Ein kleiner Wehrmutstropfen des M1 ist, dass die Chiparchitektur nicht mehr als 2TB Festplattenspeicher und 16GB Ram erlaubt. Touchiert man den Profibereich (wie ich es mir zumindest immer schönrede), braucht man ein wenig mehr.

Apple M1 Chip copyright by Apple
Apple M1 Chip copyright by Apple

Das M1X-Macbook Pro auf der Apple WWDC 2021

Seit knapp einem Jahrzehnt studiere ich jeden Schritt von Apple und für mich war es noch nie so schwer, die Veröffentlichung neuer Geräte vorherzusagen wie beim neuen M1X-Macbook Pro. Seit knapp zwei Jahren sprechen einschlägige Gerüchteseiten (macrumors.com, oder 9to5mac.com) davon, dass Apple das komplette Design der Macbook Pros überarbeitet und wurde von verschiedenen Leakern sogar schon Termine für einen Release genannt, die bis heute immer wieder verstrichen sind. Das Design der aktuellen Macbook Pros wurde seit Oktober 2016 nicht grundlegend verändert. Viele Kontroversen ranken sich darum, wie zum Beispiel die Kritik an den Butterfly-Tastaturen und der unbeliebten Touchbar. (Hier habe ich im Zusammenhang mit dem Macbook Pro auch schon mal etwas geschrieben).

Neue Hardware auf der WWDC 2021?

Doch dieses Mal sieht es echt gut aus und die Wahrscheinlichkeit, dass Apple am kommenden Montag, dem 7. Juni die neueste Kreation der Weltöffentlichkeit präsentiert ist sehr hoch.

Grundsätzlich handelt es sich bei der WWDC um eine Entwicklerkonferenz, die sich auf Software konzentriert. Apple stellt hier aber trotzdem immer wieder maßgebliche neue Hardware vor, wie zum Beispiel 2007 das iPhone, das bekanntlich den Smartphone Markt revolutionieren konnte und Apple in eine neue Liga gehifft hat, oder 2019, den neuen Mac Pro. In meinen Augen nutzt Apple diese Bühne immer dann, wenn etwas ganz Besonderes in der Pipeline ist. Das neue Macbook Pro M1X mit einem weiteren neuen Apple Silicon wäre hierfür definitiv prädestiniert. (Ein toller Artikel zu den einzelnen News aus den vergangenen WWDCs findet ihr hier auf 9to5mac.com).

Auch die Gerüchte aus verschiedenen Seiten sprechen für eine Veröffentlichung auf der diesjährigen WWDC:

  • John Prosser, der schon einige Produkte gut vorhergesagt hat, hält die WWDC auch für sehr wahrscheinlich
  • Analyst Ming-Chi Kuo geht von der der 2. Jahreshälfte 2021 aus.
  • Bloomberg’s Mark Gurman spricht von der 2. Jahreshälfte 2021 und eher früher als später
  • Der Apple Blog MacRumors hat in einer chinesischen regulatorischen Datenbank die Neueintragung eines Gerätes gefunden, dessen Batteriebezeichnung im Einklang steht mit dem aktuellen Macbook Pro 16 Zoll (A2527).
Apple WWDC by Apple
Apple WWDC by Apple

Verfügbarkeit der M1X Macbook Pros

Auch wenn ich mir eine Veröffentlichung der neuen Macbook Pros am Montag auf der WWDC sehr wünsche spricht auch noch einiges dagegen. Veröffentlicht Apple die neuen Macbook Pros tatsächlich, muss Apple auch in absehbarer Zeit liefern und das wird dieses mal auch richtig schwer aus diesen Gründen:

  • Die Corona Pandemie ist noch nicht vorüber und Tim Cook hat bei der Verkündigung der Geschäftszahlen des ersten Quartals schon deutlich von Lieferengpässen für die M1-Chips bis in den Herbst hinein gesprochen. Bei den aktuellen iMacs ist eine Lieferzeit von 6 Wochen ganz normal. Die Produktion eines komplett neuen Chips in großer Menge ist vermutlich dann noch schwieriger.
  • Gerüchten zu Folge soll die neue Macbook Pro-Reihe mit Mini-Led-Displays ausgestattet werden, wie schon das 12,9 Zoll iPad Pro. Die Ausbeute bei dieser neuartigen Displayart ist aktuell noch nicht so gut, wie sie sich Apple wünscht und Kunden warten schon auf das neue iPad Monate. Größere Displays dieser Art in großer Menge zu produzieren wird also auch keine einfache Aufgabe sein. Allerdings scheint Apple für die Produktion jetzt noch eine weitere Firma gefunden zu haben: Osram-Semiconductors, ein Unternehmen aus Deutschland, das seit Jahrzehnten exzellente Qualität im Bereich der Led-Produktion liefern kann.
  • Neues Design: Die neuen Geräte warten vermutlich mit einem komplett neuen Design auf. Aktuell ist noch kein einziges Bild nichtmal eines Bauteils an die Öffentlichkeit gedrungen. Bisher war es schon sehr oft so, dass einzelne Bauteile, die in Asien in der Produktion waren, geleakt wurden. Dies würde dafür sprechen, dass die Gerät noch nicht in der Massenproduktion sind. Außerdem bedeutet die Produktion eines neuen Gehäuses auch die Umstellung der Produktionsmaschinen und daraus resultierend ist es meistens auch so, dass der Ausschuss am Anfang höher ist, als nach einiger Zeit. Dies führt dazu, dass die Stückzahlen am Anfang nicht sehr hoch sind.
  • Aktuelle Verfügbarkeit: Ganz oft ist es so, dass aktuelle Modelle, sie bald durch neue ersetzt werden, nur mehr schlecht lieferbar sind. Das aktuelle Macbook Pro 16 Zoll ist aber noch sehr gut verfügbar. Fraglich ist aber auch, wer sich jetzt noch ein solches Gerät holt, dessen Leistung im Prinzip für die Hälfte des Preises mit einem M1 Macbook Air zu haben ist.

Nichts desto trotz hoffe ich weiter, dass Apple am Montag die neuen Macbook Pros das Licht der Welt erblicken lässt. Vielleicht ist es auch so, dass Apple mit dazu sagt, dass die Gerät dann ab Ende Juli verfügbar sind. Im Grunde genommen ist Apple auch ein wenig unter Zugzwang. Die nächsten Produkte sind bereits in der Pipeline, wie das iPhone für September/Oktober. Zu starke Verzögerungen sind nicht möglich.

Specs des M1X-Macbook Pros

Genau genommen wird es mindestens zwei Varianten des neuen Macbook Pros geben, 14 Zoll und 16 Zoll. Bis auf den Formfaktor sind die Specs vermutlich relativ ähnlich. Ich gehe stark davon aus, dass sie in diese Richtung aussehen werden:

  • M1X-Prozessor (M2-Bezeichnung nur aus Marketinggründen ggf., die Architektur wird technisch der des M1 ähneln, da die nächste Generation mit einer 4nm-Technologie vermutlich erst im Herbst mit dem A15 Chip bereit steht). Während der M1 komplett auf Stromsparen getrimmt ist, wird es bei dem M1X um Performance gehen. Dazu werden die Performance-Kerne vermutlich erhöht von vier auf acht und wird es eine dedizierte Grafikkarte geben, die vielleicht sogar in 2 Größen verfügbar ist, 16 und 32 Kerne. Darüber hinaus wird das Limit für den Arbeitsspeicher größer ausfallen und wird man vielleicht sogar 128GB RAM konfigurieren können und 8TB SSD-Speicher.
  • Laut der Registrierung in einer chinesischen Datenbank wird das 16 Zoll Gerät einen Akku mit 8,693 mAh/11.45V Leistung aufnehmen. Wenn der M1X ähnlich gut mit Strom umgehen kann wie der M1, dann heißt das, lange Arbeit ohne Ladestop.
  • Der Kern eines Laptops ist das Display. Apple setzt hier immer wieder neue Maßstäbe. Seit der Einführung der Retina-Displays hat sich aber nicht mehr ganz so viel getan (außer Truetone und P3 Farbraum). Der nächste und lang in Gerüchten angekündigte Schritt ist die Einführung von Mini-Led, wie jüngst im iPad Pro 12,9 Zoll. Diese Technik erlaubt wesentlich mehr Displayhelligkeit, bis zu 100nits, was für mich als Fotografen ein absoluter Traum wäre und steht weniger in der Gefahr, wie OLED, dass Pixel ausbrennen. Die Einführung dieser Technologie wird sich bestimmt auch preislich auswirken (ca. 2-300 Euro mehr denke ich).
  • Anschlüsse: Seit Jahren trauere ich den beliebten und immer noch notwendigen Anschlüssen, wie HDMI, Kartenlesegerät und Magsafe nach. Vor einiger Zeit wurden über Hacker mögliche Konstruktionsunterlagen von Apple geklaut, die genau die Rückkehr dieser Anschlüsse versprechen. Dabei wird auch der beliebte Mag Safe Anschluss in einer neue Auflage sein Comeback finden. Erste Anzeichen lassen sich schon im neuen iMac erkennen, dessen Stromkabel nun auch magnetisch mit dem Gehäuse verbunden werden.
  • Touchbar: Ebenfalls ein leidiges Thema. Die Touchbar der aktuellen Macbook Pros, mit der die bisher physikalischen Funktionstasten ersetzt und erweitert werden sollten. Diese Technologie, die sogar mit einem eigenen Chip und Betriebssystem befeuert wird (ich glaube ähnlich wie das Watch OS). Allen Gerüchten zu Folge werden die neuen Macbook Pros wieder mit physikalischen Funktionstasten ausgestattet sein. Die Kritik an der Touchbar war scheinbar doch zu stark. Ich mochte sie nie.
  • Design: Das Design des aktuellen Macbook Pros gibt es mit minimalen Abwandlungen seit Oktober 2016. Hier ist ein absolutes Redesign zu erwarten. Die neue Designsprache von Apple lässt sich im aktuellen iMac, dem Pro Display XDR und dem iPad Pro erkennen. Demnach würd ein neues Macbook Pro wieder kantiger werden, die Displayränder würden noch schmäler, das Macbook Pro Logo am Display würde verschwinden. Alles in allem wird ein neues Macbook Pro in meinen Augen ein wenig härter wirken. Farblich gab es mal das Gerücht, dass Apple mit einem kompletten Schwarz experimentiert. Scheinbar ist es unglaublich schwer, Aluminium in schwarz so gut einzufärben, dass die Beschichtung auch widerstandsfähig ist.

Das Apple Macbook Pro M1X 2021 – Final Verdict

Nun gut, es bleibt spannend. Ich habe hier einfach mal meine Beobachtungen zusammengetragen. Ob wir ganz bald neue Macbook Pros sehen, weiß heute nur Apple und wir spätestens am Montag. In jedem Fall ist klar, irgendwann kommen Sie und sie werden richtig gut und cool sein. Apple wird wieder einmal zeigen, was möglich ist und wie wichtig auch Pro-Kunden sind. Gerade Kunden im Bereich Foto- und Videobearbeitung werden die neue Generation als Segen betrachten. Ich kann mir gut vorstellen, dass man gerade mit den neuen Prozessoren auch wieder mindestens fünf Jahre glücklich sein kann.

In diesem Sinne, bleibt kreativ, Chris

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Chris Bemmerl
Ich hoffe, meine Vorhersagen zum Macbook Pro M1X treten ein

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