DIE LEICA SL2-S – Ersatz für meine Canon EOS R5?

Wer mich kennt weiß, mein Herz schlägt für Leica. Seit dem Sommer bin ich deshalb am Überlegen, ob ich nicht komplett zu Leica umsteigen kann. Als Alternative für meine Canon EOS R5 kämen die Leica Q2 und die Leica SL2-S in Frage. Die Q2 hätte den Vorteil, dass sie schön klein ist und ich Sie wie die M10-P überall dabei haben könnte, die SL2-S ist eine Kamera, die, wie Leica verspricht, zwei Welten verbindet, Fotografieren und Filmen. Zudem kann man an der SL2-S sehr schön M-Objektive adaptieren und ich könnte mein Summilux 35mm auch an der SL2-S benutzen.

Um herauszufinden, ob die Leica SL2-S zu mir passt und meinen Ansprüchen genügt, habe ich sie mir zusammen mit dem Leica Vario Elmarit 24-70 f 2,8 beim Leica Store in Nürnberg für ein paar Tage ausleihen dürfen. Vielen Dank an dieser Stelle für das unkomplizierte Handling an meine Store Buddies.

Um euch meine Eindrücke lebendiger darzustellen, ist der Hauptteil dieses Artikels ein Youtube-Video und Bilder der Kamera. Der Text beschränkt sich auf das Wesentliche.

Bitte beachtet: Bei dem Beitrag geht es mir nicht um einen wissenschaftlichen Testbericht, sondern um meinen persönlichen Eindruck und auch meine persönlichen Anforderungen, die ich an eine Kamera stelle. Ich möchte meine Erfahrungen schildern und mit euch teilen. 

HINWEIS: Der Beitrag enthält Werbung. Alles wurde selbst bezahlt. Der Beitrag enthält lediglich Affiliate Links, mit denen ihr meine Arbeit unterstützen könnt.

LEICA SL2-S – EIN WENIG TECHTALK MUSS SEIN

Hier die für mich wichtigsten technischen Daten der Leica SL2-S:

  • CMOS-Vollformatsensor mit 24 Megapixel, spiegelloses System 
  • Videoauflösungen: Bis zu 4k 60fps, 180 B/s in FHD, Aufnahme in bis zu 10bit, teilweise auch intern
  • Autofokussystem, das auf Kontraste reagiert, kein Hybridautofokus mit zusätzlichem Phasenautofokus wie etwa bei Canon und Sony; auch in der aktuellen Firmware nur Personen/-Objekterkennung (intelligenter Autofokus) und kein Augenautofokus
  • 2 Kartenslots für UHS-II Medien (im Vergleich dazu: Canon EOS R5 hat ein zweites Fach für CF-Express Karten mit einer höheren maximalen Schreib- und Leserate)
  • Hyrbider Verschluss: mechanisch bis 1/8000s, elektronisch bis 1/40000s (sehr gut bei viel Licht und hoher Lichtstärke)
  • sehr hochwertiges Ganzmetall-Magnesiumgehäuse
  • Spritzwasserschutz in Schutzart IP54 (Staub in geringer Menge, Spritzwasser) im Vergleich zu IP52 der Leica Q2 (Staub und Wassertropfen)
  • Minimalistisches Setup der Tasten und Bedienelemente (sehr einfache Benutzeroberfläche)
  • Gewicht 840g ohne Akku im Vergleich zu 650g Canon EOS R5
  • Made in Germany (Verarbeitung tiptop)
  • sehr guter digitaler Sucher mit 5,76 Mio Bildpunkten Auflösung, einer Vergrößerung von 0,78x
  • Topdisplay zum Ablesen wichtiger Einstellungen (nice to have)
  • Monitor: 3,2 Zoll, nicht klappbar mit Touchfunktion und 2,1 Mio Bildpunkten Auflösung
  • Serienaufnahmen bis 25 b/s (mit elektronischem Verschluss).
  • Akku: 1860mAh für ca. 1430 Aufnahmen bei 140 Minuten Ladezeit
  • Listenpreis: 4.590€ im Vergleich zu 4.385€ für die Canon EOS R5

Die komplette Liste technischer Daten findet ihr auf der Seite von Leica.

Mein Eindruck zur Leica SL2-S – Besiegt sie die Canon EOS R5?

In dem Youtube Video erzähle ich euch von meiner Woche mit der Leica SL2-S. Ich gehe sehr stark darauf ein, inwieweit, die Leica SL2-S auch für Filmen geeignet ist und ob die Kamera mir als Vlogging- und Studiokamera reichen würde.

Meine Einschätzung zur Leica SL2-S als Ersatz für die Canon EOS R5 auf Youtube

Leica SL2-S + Leica M-Objektive – eine gute Kombination?

Als Besitzer des Leica Summilux-M 35mm konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen im Zuge meines Tests auch auzuprobieren, wie gut sich mein Summilux an der SL2-S macht und umgekehrt. Etwas skeptisch an die Sache herangegangen, wurde ich eines besseren belehrt. Meine Erfahrungen hört und seht ihr im nachfolgenden Youtube Video.

Was liefert die Leica SL2-S – Testfootage

Natürlich möchtet ihr euch auch ein Bild davon machen, welche Fotos man mit der Leica SL2-S machen kann. Deshalb habe ich ein paar Bilder vorbereitet, die ich mit dem Vario Elmarit SL 24-70 und dem Summilux M 35mm gemacht habe.

DIE LEICA SL2-S – TOLLE RESULTATE, meine neue Kamera?

Nun ja, was soll ich sagen, die Leica Sl2-S hat mich positiv überrascht, aber aktuell habe ich beschlossen, trotzdem bei der Canon EOS R5 zu bleiben, auch wenn sie mir ein paar Nachteile beschert, wie zum Beispiel eine Color Science, die mir nicht so gut gefällt, schlechtere Verarbeitung und die Tatsache, dass man M-Objektive zwar adaptieren kann, aber nicht so schön.

Könnte ich mit der Leica SL2-S alles machen, was ich möchte? Ja, definitiv und sogar darüber hinaus. Am Ende lassen sich Vlogging-Geschichten aufgrund des doch schnelleren Autofokus und des Klappdisplays einfach ein wenig leichter und sicherer machen. Solange ich noch Youtube-Videos mache, bleibe ich erstmal bei der Canon EOS R5 und beobachte akribisch, ob sich nicht vielleicht bei der Q-Linie bei Leica bald etwas tut. Die Q wäre eine sehr schöne Ergänzung als Zweitkamera. Die Story von meinem Traum einer Leica Q3 findet ihr hier.

Nichts desto trotz würde ich zu einer Leica SL2-S nicht nein sagen und hat Leica mit dieser Kamera hier wirklich ein sehr rundes System geschaffen. Die Hauptvorteile sehe ich hierin:

  • Die Bildqualität ist insane und für mich die beste in der Klasse. Ich liebe den Leica-Look und die Qualität der DNG-Dateien, die sich schön verarbeiten lassen. Dadurch wird auch mein Workflow schneller.
  • Den Leica Look bekomme ich auch bei Bewegtbild, also bei Filmen. Das gefällt mir und vielen anderen sehr gut.
  • Die SL2 schafft es 4k in L-Log aufzuzeichnen. 120fps in HD ist auch voll ok und kann man schön hochskalieren.
  • Die Kamera kann intern 10bit aufnehmen ohne zu überhitzen. Das ist mega cool.
  • Ein 30 Minuten Limit beim Filmen gibt es nicht.
  • Beim Filmen kann man sich verschiedene Diagramme einblenden und sogar LUTS live anzeigen lassen.
  • Das „Roh“-Format für Filme L-Log lässt sich schön und leicht graden.
  • Der interne Stabilisator schützt vor Verwacklungen und es gibt auch beim Filmen keine Ruckler, die dadurch verursacht werden, wie bei der aktuellen Canon EOS R5. Der interne Stabilisator ist vor allem auch dann sehr hilfreich, wenn man mit M-Objektiven arbeitet, deren Grundarchitektur aus einer Zeit kommt, wo an einen ein IBIS noch nicht zu denken war.
  • Geschwindigkeit: Mit 25 Bildern pro Sekunde liefert die Leica Leistung, wenn sie nötig ist. Dieser Puffer ist gerade für professionelle Einsätze schön.
  • Der hochauflösende Sucher ist superangenehm und lässt sich auch sehr elegant für Brillenträger über ein Drehrad einstellen. Hier ist mir gerade im Zusammenhang mit M-Objektiven aufgefallen, wie unglaublich gut Fokuspeaking über den OLED-Sucher funktioniert.
  • Verarbeitungsqualität. Auch wenn die SL2-S schwerer ist als Ihre Konkurrenten, wirkt sich das positiv auf das Feeling aus und verleiht der Kamera ein edles Gefühl. Die Perfektion der Materialien und Verarbeitung ist wohl auch der Tatsache made in Germany geschuldet. 🙂
  • Menüführung: Auch hier setzt Leica auf Einfachheit. Alle Funktionen lassen sich leicht finden und über die angenehmen Tasten auch schön bedienen.
  • Batterieaufnahme: Batterideckel waren gestern. Bei der Leica Sl2-S funktioniert die Batterieaufnahme wie beim Magazin einer Waffe.

Falls ihr noch etwas über die Kamera wissen möchtet oder euch noch etwas dazu einfällt, lasst es mich gerne wissen. Ich freue mich über Feedback!

Chris Bemmerl mit der Leica SL2-S
Chris Bemmerl mit der Leica SL2-S

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