Seit einiger Zeit schreibe ich für die Regensburger Flüchtlingsinitiative CampusAsyl e.V. Artikel und bin auch an der Planung der Pressearbeit beteiligt. Heute möchte ich über CampusAsyl als Verein und Organisation berichten.

Vergangene Woche habe ich deshalb am Jour Fix der Geschäftsstelle von CampusAsyl und der Vorstandssitzung teilgenommen.

Jour Fix in der Geschäftstelle bei CampusAsyl

Zunächst könnte man meinen, ich nehme an einer ganz gewöhnlichen Firmensitzung teil: Geschäftsführer Björn, Bildungsreferentin Angelika, Eva, wissenschaftliche Hilfskraft, Luise, angestellt über den Bundesfreiwilligendienst und Erika, die hier ihren internationalen Freiwilligendienst absolviert, nehmen alle an einem großen Tisch platz.  Doch schon mit der ersten Fragenrunde, in der jedes Teammitglied erzählt, wie es ihm geht, wird klar, dass ich hier nicht bei einer herkömmlichen Firma bin, sondern bei einer Organisation, die den Menschen in den Vordergrund stellt.

Die zweite Frage, hat jeder von euch genügend Arbeit macht dann aber doch klar, dass es hier um keine Kaffeepause geht. Natürlich werden  wichtige Dinge besprochen, die dazu notwendig sind, damit es bei CampusAsyl weiterhin rund läuft. Dazu zählt beispielsweise die Planung unterschiedlicher Veranstaltungen. Was mir besonders aufgefallen ist: Allen Beteiligten liegt etwas an der Flüchtlingsarbeit und jedes Teammitglied hat auch Spaß daran. So werden sämtliche Planungen sehr reflektiert vorgenommen.Hierfür spricht beispielsweise die Überlegung, für Veranstaltungen nicht eurozentristische Weltkarten zu verwenden. Auch Zukunftsthemen und längerfristige Planungen kommen zur Rede und schließlich gibt es auch genügend Arbeit zu verteilen: Es müssen Beiträge für den monatlichen Newsletter verfasst werden, die Kleiderkammer braucht Unterstützung, für längerfristige Projekte werden Spendengelder benötigt und auch die Bewerbung um einen Preis steht zur Debatte.

Bei CampusAsyl zu arbeiten ist also keineswegs langweilig, was mir Angelika und Björn nochmals bestätigen. Sie beide sind gerne mit dabei und schätzen gerade das Besondere von CampusAsyl. Jeder Tag ist anders, unvergleichbar zu einer Firma. Richtige Vorgesetzte gibt es nicht, wenn dann ist das der Vorstand. So trägt sich die Organisation gewissermaßen gegenseitig. Das Team steht immer im Vordergrund. Jeder kann sich in dem verwirklichen, was ihm am besten liegt.

Vorstandssitzung bei CampusAsyl

Den Vorstand von CampusAsyl habe ich bei seiner Sitzung im Studierendenhaus der OTH Regensburg kennengelernt, durch die auch wieder Björn geführt hat. Auch hier lagen ähnliche Themen auf dem Tisch. So muss eine Tagung vorbereitet werden. Der Unterschied war im Prinzip nur, dass der  Vorstand grundsätzlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern besteht und nur Björn und Angelika als angestellte Mitarbeiter noch daran teilnehmen. Auch hier ist die Zusammensetzung bunt gemischt: Barbara, die an der Uni als wissenschaftliche Mitarbeiterin angestellt und dort auch promoviert, ist über einen Freund zu CampusAsyl gekommen. Heute kümmert sie sich besonders um Programme für geflüchtete Frauen. Auch die beiden Gründerväter von CampusAsyl, Prof. Dr. Rupert Hochholzer und Studentenpfarrer Hermann Josef Eckl sind Teil des Vorstandes und kümmern sich besonders um die wissenschaftliche Vertiefung der Flüchtlingsarbeit und das Netzwerken. Zum Vorstand zählen auch noch Lena, die sich um die Kasse kümmert und Eva, die im Moment auch noch in der Geschäftsstelle mitarbeitet.

Jedes Vorstandsmitglied hat sein Spezialgebiet und kennt seine Aufgaben. So war die Sitzung, die ich besucht habe sehr professionell und zielgerichtet und man kann gespannt sein auf all das, was Vorstand und Geschäftsstelle von CampusAsyl für die Zukunft planen.

Beide Teile von CampusAsyl versuchen sowohl für Flüchtlinge als auch für die ehrenamtlichen Helfer da zu sein. Das gelingt Ihnen meiner Meinung nach bestens und ich wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg bei ihrer wertvollen Arbeit!

Hier noch ein paar Impressionen meiner beiden Vor-Ort-Termine:

Wer sich dafür interessiert, sich bei CampusAsyl zu engagieren ist jederzeit herzlich eingeladen. Nähere Informationen gibt es unter campus-asyl.de.

 

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