Meine Vision: Digital Storytelling im nächsten Level. Um herauszufinden, wie ich meinen Fotografien mehr Leben einhauchen kann, treffe ich mich seit einiger Zeit mit Künstlerinnen und Künstlern.

Die erste in dieser Reihe, war die liebe Barabara Muhr. Anfang September habe ich Barbara in Begleitung meiner Leica in ihrem Atelier im Künstlerhaus Andreasstadel in Regensburg besuchen dürfen und wir haben geshootet.

Barbara kommt ursprünglich aus Straubing. Eigentlich wollte Sie Kunstlehrerin werden, hat dann allerdings die Chance ergriffen, um sich voll und ganz der Kunst zu widmen. In einem Teil Ihrer Zeit arbeitet Barabra noch als Dozentin an der Uni Regensburg an der Fakultät für Kunstgeschichte.

Kunst trifft auf Kunst: Fotografie gepaart mit Malerei

Für mich war das Fotografieren mit Barbara Muhr auch deshalb interessant, weil ich das, was wir tun beides als Kunst betrachte und ich mir dachte, da könnte was Cooles draus werden. Und so war es auch. Als ich bei Barbara in Ihrem Atelier ankam, war ich erstmal begeistert von der Athmosphäre. So oft war ich noch nicht in einem Atelier und es war auch schon am Abend, das heißt, die meisten Künstler waren schon zuhause (im Künstlerhaus Andreasstadel haben mehrere Künstler ein eigenes Atelier) und es war deshalb direkt still.

Nachdem ich die Kunstwerke von Barbara bestaunt habe, begannen wir mit ein paar Fotos, einfach so ohne genauen Plan. Hier die ersten Versuche:

Und schließlich war die Stimmung dann gut genug, für ein paar lustige Fotos:

Die Story geht noch weiter: Wovon träumt Barbara Muhr?

Weil ich Barbara nicht nur Fotografieren wollte, sondern auch ihre Story erzählen, hab ich ihr auch ein paar besondere Fragen gestellt, damit ihr ein wenig mehr vom Menschen Barbara Muhr erfahrt und nicht nur tolle Bilder seht. Shoutout an Tina, die mich mich auf diese tolle Idee gebracht hat.

Wer oder was inspiriert dich?

Barbara: Zu meinen Bildern inspirieren mich einerseits Alltagssituationen und Details, andererseits aber die Kunst selbst, je monumentaler und pathetischer desto lieber. Diesen Gegensatz versuche ich dann mit verschiedenen Mal- und Zeichentechniken und -medien zu kombinieren. Außerdem inspirieren mich Personen, insbesondere Künstler/innen, die auf ihre Art radikal sind und sich nicht scheuen mit Ironie und Zynismus zu arbeiten, auch wenn das 100prozentig von einem Teil des Publikums falsch verstanden wird. Die Scheu vor einem Shitstorm und political incorrectness hemmt die Kunst leider zunehmend. Das kann ich selbst auch nicht ausblenden. Aber da sind Vorbilder natürlich nützlich.

Was motiviert dich? 

Barbara: In erster Linie will ich meine eigenen Ansprüche erfüllen. Und die sind relativ hoch, da ich besonders die Alten Meister liebe, an deren Skills man heute kaum mehr ranreicht, weil die Ausbildung dazu fehlt. Erfolg und positive Rückmeldung ist natürlich auch motivierend. Zumal ich in meiner Kunst ja eigentlich nur nach meinem eigenen Interesse vorgehe und in den ersten Sitzungen ausblende, dass andere das Bild sehen und darauf reagieren. 

Was macht dich glücklich? 

Barbara: Zu Live-Musik in der Menge untergehen; im Museum allein sein; To-do-Listen abhaken; mein Lieblingsessen serviert bekommen; wenn der Sprudel im Thermalbad einsetzt.. Also, eher so die kleinen Freuden.

Wofür bist du dankbar? 

Barbara Muhr: Dass ich die Möglichkeit hatte, mich nochmal umzuentscheiden und das genutzt habe. Ich habe nach dem Staatsexamen als Englisch- und Kunstlehrerin gearbeitet und fand es von Tag 1 an schrecklich… Und das obwohl ich gerne unterrichte.

Was wünschst du dir? 

Barbara Muhr: Ein Kaninchen ???? irgendwann.