Lasst mich ein wenig träumen, träumen von meiner Leica, die Leica gerade noch nicht baut. Lasst uns auch mal überlegen, wie weit weg wir von meiner Traum-Leica sind. Nein, ich bin nicht krank und habe Halluzinationen. Im Gegenteil, ich bin berauscht von meinem Leica- und Foto-Nerd-Talk mit Claus Sassenberg (ihr könnt euch den Podcast hier anhören).

Mit Claus habe ich mich über die verschiedenen Produktlinien von Leica unterhalten und wir haben uns dabei auch über die Serie Leica Q unterhalten. Dabei haben wir auch einen Blick in die Zukunft gewagt und mir wurde das Bild einer Leica Q2 C vor Augen immer klarer, einer Leica Q für Content Creator.

Leica Q2-Footage by Claus Sassenberg
Leica Q2-Footage by Claus Sassenberg

Die Leica Q – Eine kurze Story

Das Q-System, das genau genommen kein System ist, weil es nur eine nicht wechselbare 28mm Festbrennweite hat, ist eine Baureihe von Leica, die vom Formfaktor der M-Serie ähnelt, aber mit dem großen Unterschied, dass die Kamera einen Autofokus hat und Filmen kann.

Die erste Leica Q kam vor fünf Jahren auf den Markt. Langzeiterfahrungen mit dem System bietet Claus Sassenberg in exzellenter Weise (hier). Claus spricht sogar von einer Design-Ikone und ich muss ihm recht geben. Das Design wirkt auf mich edel und sexy zugleich. Leica eben.

Mittlerweile ist die Leica Q2 auf den Markt (neben eine Q2-Monochrom) und wartet mit einem 47MP Sensor auf. Das ist natürlich jede Menge. Für viele ist die Q2 gerade deshalb und aufgrund des Autofokus eine tolle Ergänzung zur Leica M.

Welch tolle Bilder man mit der Q2 oder auch Q machen kann, zeigt erneut Claus, der mir ein paar Fotografien dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat:

Leica Q2-Footage by Claus Sassenberg
Leica Q Footage by Claus Sassenberg

Dabei hat gerade die Q2-Serie auch spannende Features, die das Filmen anbelangen. So kann die Q2 in einer Auflösung von bis zu 4k30p aufnehmen, was in Kombination mit Vollformat ganz ordentlich und brauchbar ist. Den Einsatzgebiet des Filmemachens spielt natürlich die Brennweite von 28mm und die hohe Lichtstärke von f 1,7 mit in die Hände. Die 6-Axen-Inbodybildstabilisierung hilft zudem noch, Ruhe in den Film zu bringen.

So weit so gut, aber genau bei den Filmfeatures beginnen meine Wünsche und wir der Ruf nach einer Q2 C immer lauter.

Die Leica Q2 C – eine Skizze

Die Leica Q2 richtet sich an den ambitionierten Fotografen, der mehr von Leica möchte, oder auch der neu zu Leica kommt. Für rund 4.990€ ist die Kamera für Leica-Verhältnisse ein Schnäppchen. Man bekommt ja immerhin eine Kamera mit Objektiv und sollte bedenken, dass alleine ein M-Summilux mit 28mm Brennweite schon 6150€ kostet. Als wäre das Ganze auf jeden Fall preiswert.

Besonders aufgrund der kompakten Maße der Q von 130 x 80 x 92 mm und dem vertretbaren Gewicht von 734g (betriebsbereit) hat die Kamera das Potential, immer dabei zu sein.

Als Content Creator, Sportler, Youtuber oder Streetfotograf suche ich genau diese Kamera. Ich suche aber auch eine Kamera, mit der man gut Filmen kann und die mit einem Autofokussystem aufwartet, das absolut schnell und verlässlich ist.

Genau an diesen Punkten ist die aktuelle Leica Q2 in meinen Augen noch zu schwach. Aufgrund der kompakten Bauform und des 28mm Objektives ist es zwar nicht so stark von Nachteil, dass die Q2 nur einen Kontrastautofokus bietet, aber dennoch fehlt es an Geschwindigkeit. Wie auch Claus mir schilderte arbeitet der Autofokus beim Fotografieren zügig und treffsicher. Es liest sich aber auch in den verschiedenen Testberichten, dass der Autofokus beim Filmen an seine Grenzen kommt. Natürlich ist manuell Fokussieren gerade beim Filmen nice, aber wenn ich einen Vlog von mir selber drehe oder Actionszenen beim Biken aufnehme brauche ich absolute Geschwindigkeit und smarte Features wie Augenautofokus (mein Maß aller Dinge ist hier aktuell die Canon EOS R5).

Neues Autofokus-System für die Leica Q2 C

Mein erster Wunsch an die Leica Q2 C ist also ein neues Autofokussystem, das wie Konkurrenzhersteller auf hybriden Technologien basiert, wie etwa Kontrastautokus und Phasenautofokus. So wird auch die Zahl auswahlbarer Fokusfelder größer und man könnte überlegen der Kamera für die Steuerung den tollen Joystick der SL2 zu spendieren.

In diesem Zuge wäre es schön, wenn Leica sich dazu durchringen kann, die Kamera mit einem Klappdisplay auszustatten. Möchte man sich selber Filmen ist das einfach eine super Hilfe. Auch Fotos oder Filme in akrobatischen Posen lassen sich vom Creator damit besser komponieren. Sofern man der Typ für Selfies ist, wär einem auch hier geholfen.

Softwareseitig könnten dem Autofokus-System natürlich ein paar Smarte Features wie Augenautofokus (im Augenblick gibt es nur Gesichtserkennung) gepaart mit einer AI helfen.

Leica Q Footage by Claus Sassenberg

Audioanschluss für die Leica Q2 C

Ziemlich bitter ist an der aktuellen Q2, dass sie keinen Anschluss für externe Mikrofone und Kopfhörer hat. Auf einen Kopfhöreranschluss kann ich gut verzichten, ein externes Mikro ist aber Must, möchte man seinem Top-Film auch Top-Audio hinzufügen. Natürlich kann Audio auch separat aufgenommen werden. Aber die Q-Linie ist prädestiniert für Run-and-Gun-Filmmaking und bietet leider nicht die nötige Infrastruktur dazu.

Neue Aufnahmeformate für die Leica Q2 C

Run and Gun soll es sein. Das heißt aber nicht, dass ich im Nachhinein nicht viel an den aufgenommen Filmen bearbeiten möchte. Im Gegenteil, wenn ich für die Aufnahme nicht so viele Chancen habe und es schnell gehen muss, sollte ich in der Nachbearbeitung maximalen Spielraum haben. Aktuell bietet die Q2 schon tolles 4k mit bis 30fps und auch erstaunliche 120fps in HD, aber es ginge sicher noch mehr. Natürlich ist die Kamera sehr klein und wirkt deshalb nicht als riesen Kühlkörper, was widerum die Gefahr von Überhitzung wahrscheinlicher macht. Dennoch besteht das Gehäuse aus einer Magnesiumkonstruktion, was mehr Kühlung verspricht als einfaches Polycarbonat, woraus die meisten Kameras der Konkurrenzanbieter sind.

Also kurz gesagt, es wäre toll, wenn die Kamera intern 10bit aufzeichnen kann, wie die SL2. Noch toller wäre es, wenn Aufnahmen auch im berühmten Leica-Log getätigt werden könnten. Sollte noch ein Wunsch möglich sein, würde ich mich noch über 4k 120fps freuen. Das wär dann aber alles 😉

Sensor der Q2 C – 24 MP, die goldene Mitte

Wir müssen uns auch noch über den Sensor der Leica Q2 C unterhalten. 47MP sind schön, verursachen aber auch viele Daten, gerade beim Filmen, erfordern mehr Prozessorleistung und heizen der Kamera ein. Im Lowlight sind 24MP natürlich trotz aller Geniestreiche auch im Nachteil gegenüber kleineren Sensoren. Ich wünsche mir deshalb einen 24MP Sensor für die Q2 C, nicht mehr und nicht weniger. 24MP sind genau richtig für Filmen und Fotografieren. Bei 12MP wäre der Schwerpunkt schon wieder zu sehr auf dem Filmen.

Durch Zufall gibt es den Sensor, den wir brauchen schon und zwar wird er in der Leica SL2-S verbaut und könnte wohl auch in das Q-System implementiert werden. Wäre das nicht toll?

Meine Shortlist für eine Leica Q2 C

Ohne Zweifel, die aktuelle Leica Q2 ist schon eine tolle Kamera mit sehr hoher Verarbeitungsqualität, die in vielen Bereichen konkurrenzlos ist. Dennoch hätte konkret diese Wünsche für eine Weiterentwicklung der Produktreihe:

  • Neues Autofokussystem mit einem Hybridautofokus
  • 24MP-Sensor der Leica SL2-S
  • Neue Aufnahmeformate beim Filmen: 120fps in 4k, L-Log
  • Klappbares Display
  • Ein Mikrofoneingang
  • Ein Audioausgang
  • Gehäuse blacked out wie bei meiner Leica M 10-P und das wars.
  • Ach ja, eine Kleinigkeit gäbe es noch: Ein digitaler Messucher und die Q liefert M-Feeling. Aber nur so am Rande 😉

Sollte diese Kamera irgendwann auf den Markt kommen, bin ich einer der ersten, der die Kreditkarte zückt und sein Lager vor einem Leica-Store aufstellt.

Anyway, danke Leica fürs Dranbleiben und eure tollen Produkte, die ihr schon habt!

Danke an Claus Sassenberg fürs Mitdenken, Inspirieren und die Bilder für den Beitrag.

Leica Q2 C the Leica for Creator
Die Leicas von Claus Sassenberg

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