Freitag 13. Oktober 2017

Es ist so weit, ich kann heute meine Doktorarbeit abgeben. Für mich ist das ein ganz besonderer und wichtiger Tag. So lange habe ich noch nie an einem Projekt gearbeitet und ich bin unglaublich glücklich, nun das Endprodukt in Händen halten zu dürfen und abgeben zu können.

Happy Chris

Meine Arbeit hat den Titel:

Der Jakobusbrief in der Alten Kirche
Eine Spurensuche vom Neuen Testament bis zu Origenes

Hier ist eine kurze Zusammenfassung meines Projektes:

Nachdem der Jakobusbrief Jahrzehnte lang eher ein Schattendasein in der Forschung zum Neuen Testament geführt hat, ist in den vergangenen Jahren das Interesse an dieser Schrift neu erwacht. Dabei zeigt sich, dass vor allem die frühe Rezeptionsgeschichte dieses Textes nur unzureichend erforscht ist: Obwohl sich die ältesten unumstrittenen Belege erst bei Origenes finden, zeigt sich eine Vielzahl von wenig beachteten Spuren des Jakobusbriefs auch in früheren Schriften des antiken Christentums.

Das Projekt „Die frühe Rezeptionsgeschichte des Jakobusbriefs“ zielt eine immer noch ausstehende möglichst vollständige Darstellung und Diskussion dieser Spuren des Jakobusbriefs in der Zeit bis einschließlich Origenes an. Dabei werden neben patristischen Texten auch bisher wenig beachtete apokryph gewordene Schriften in den Blick genommen.

Ziel wird in erster Linie sein, eine Antwort auf die Frage zu geben, bei welchen Texten tatsächlich die Rede von einer Rezeption des Jakobusbriefs sein kann. Mit dem sich ergebenden Datenmaterial soll zudem deutlicher als bisher beschrieben werden, in welchen historischen Kontexten und, damit verbunden, theologischen Diskursen welche Passagen des Jakobusbriefs eine Rolle spielten. Darüber hinaus ist es denkbar, dass die gesammelten Daten Hinweise über die Entstehungszusammenhänge des Textes liefern und helfen, seinen Weg zu einer kanonischen Schrift genauer als bisher zu zeichnen.

Hier auch noch in Englisch:

For several decades the Epistle of James attracted little attention in the field of New Testament Studies. Recent years, however, have seen a resurgence of interest in the book. In particular, the important question of the earliest reception history of James has not been adequately pursued. The tendency of research on this question to begin with the first clear references to James in Origen is no longer sufficient in light of the numerous possible allusions to James that one can find in early Christian documents that pre-date Origen. Surprisingly, though, this evidence has never been explored in a thorough and satisfactory way.

The project, “The Early Reception History of the Epistle of James”, aims at the first comprehensive description and discussion of these allusions with respect to the reception history of James prior and up to Origen’s time. In addition to patristic literature, this study will examine several apocryphal texts that have, up to this point, received little attention. The primary goal of the project is to establish which early Christian texts actually contribute to our understanding of the earliest reception of James. These findings can then provide further answers to questions concerning the role that James played in particular historical contexts and theological discourses. In addition, the collected data will possibly offer new evidence regarding the text’s origins and its way into the New Testament canon.

Nun heißt es abwarten bis die beiden Gutachten fertig sind und ich die letzten drei Rigorosen ablegen kann. Drückt mir dir Daumen!

Meine Arbeit wurde gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und betreut von Prof. Dr. Tobias Nicklas an der Universität Regensburg. Vielen Dank!

Stay tuned for updates,
Chris

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