A Story about Photography and Passion

Huettehuette auf Instagram und Paul Hüttemann im wahren Leben, 26 Jahre aus Berlin, fotografiert Künstler wie Lena Meyer-Landrut oder Wincent Weiss. Eine Ausbildung als Fotograf hat er nicht. Seine Arbeiten und Kunden sprechen allerdings für sich und zeigen, der Typ kann was. Studiert hat Paul Wirtschaftswissenschaften und mit einem Bachelor abgeschlossen, eher mäßig, wie er selbst berichtet.

Hütte und Lena
Paul Hüttemann und Lena Meyer-Landrut

In diesem Interview erzählt Paul seine Story von Fotografie und Leidenschaft und wie er es geschafft hat, beruflich durchzustarten und jede Menge Spaß bei der Arbeit zu haben.

Dieser Beitrag, soll Mut machen, Mut, dafür zu kämpfen, seine Träume wahr werden zu lassen und seine Leidenschaften zu leben.

Und noch etwas: Natürlich geht es in dem Beitrag auch um Fotografie und Videografie. Deshalb erst einmal ein Foto, aus der Hand von Hütte zum Start:

Hütte fotografiert
hat Hütte mit der Leica gemacht


Paul auf dem Weg zum Fotograf von Lena Meyer-Landrut


Paul, die Fotos auf deinem Instagramfeed haben etwas Besonderes. Verfolgt man deine Beiträge merkt man, da steckt Passion dahinter.

Erinnerst du dich noch an den Moment, an dem für dich klar war: Ich werde jetzt Fotograf? 

Ich habe mit der Fotografie so richtig erst im Februar 2018 begonnen, als eine Bekannte mich fragte, ob ich ihre neue Bikini Kollektion fotografieren könnte.
Ein richtiger Fotograf zu sein, wurde mir jedoch erst so richtig klar, als ich angefangen habe, mit Lena zu arbeiten. Nach und nach wurde mir hier bewusst, dass dies meine große Leidenschaft ist, in die ich zum Glück reingestolpert bin.

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat dich kein geringerer als Paul Ripke auf Instagram entdeckt und dann für Lena Meyer-Landrut gecastet. Welche Rolle spielen Social Media für dich.

Ist Instagram immer noch DIE Plattform für dich oder siehst du neue Trends?

Genauso war es und es kam komplett aus dem Nichts. Ich hatte zu dem Zeitpunkt, als Paul Ripke auf mich aufmerksam wurde nicht wirklich viel vorzuweisen.
Social Media spielen auch heute für mich noch eine riesen Rolle. Gerade Instagram hat mir geholfen sehr schnell ‘größer’ zu werden und auch von Paul Ripke entdeckt zu werden. So wird Instagram auch erst einmal DIE Plattform bleiben. Jedoch merke ich, dass es auch Kollegen gibt, die dort kaum bis gar nicht aktiv sind und dennoch ganz normal ihre Aufträge & Projekte durchziehen. Also: Instagram ist nicht alles und es kann auch ohne funktionieren. Lieferst du gute Arbeit, spricht es sich rum und wird gesehen.
Für mich persönlich war Instagram eine super Starthilfe. Aber bekanntlich führen viele Wege zum Ziel. Wichtig ist, loszulegen, egal wie.

Hütte fotografiert
Hütte fotografiert nicht nur Lena

Paul Hütte und Leute wie Lena Meyer-Landrut

Gut ein Jahr warst du als Fotograf und Videograf immer an der Seite von Lena, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.

Wie ist es in der Welt der Stars? Ist man bestfriend mit jedem und hat dann doch keine Freunde? Und vor allem hat man noch Zeit für sich selbst und sein Leben?

Star würde ich vorneweg eh nie sagen. Denn es sind ganz normale Leute
wie du und ich. Daher war es mit Lena auch immer unglaublich entspannt.
Wir waren ein Team von 4-5 Leuten. Wir hatten alle unglaublich Spaß
daran mit dem, was wir tagtäglich machten.
Und natürlich entstehen auch Freundschaften in solch einer Zeit, sei es mit
Wincent oder natürlich auch mit Lena.
Aber klar, die Zeit für einen selber war begrenzt, da sehr viel anstand und
ich auch andere Aufträge in der Zeit hatte. Schlimm war das für mich nie, denn irgendwann zahlt sich alles aus, da bin ich sicher. Genau das hat mich
motiviert, einfach ein Jahr lang alles zu geben und zu investieren.

Das interessiert sicher ganz viele und natürlich auch mich: Ist Lena ein strenger Boss?

Lena ist alles, aber kein strenger Boss – das war immer das Besondere. Hier
wurde nie gemeckert oder eine Ansage gemacht. Es war alles extrem vertraut und entspannt.

Hütte fotografiert auch gerne Unterwasser
Hütte fotografiert auch gerne Unterwasser

Die Fotografie des Hütte

Seit geraumer Zeit fotografierst du auch mit Leica. Was bedeutet Fotografieren für dich und zählen Kamera Specs wirklich?


Kameras spielen anfangs kaum eine Rolle, denn es kommt darauf an, was
du vor dir einfängst – nicht mit was!
Ich habe beispielsweise mit einer normalen Kamera (Sony A6500)
angefangen und habe damit am Anfang alles geknipst & gedreht (egal ob Lena oder Sport-Videos).
Irgendwann musst bzw. willst du aber mehr anbieten können. Hier kamen dann die Sony A7iii und anschließend die A7riii hinzu.
Als ich später die Leica (M-P Typ 240) für 6 Monate zum Testen bekommen habe, hat das meine Fotografie noch einmal völlig verändert und
verbessert. Auf einmal spielte ich mit der Schärfe, nicht jedes Bild war perfekt fokussiert und manche Bilder falsch belichtet. Diese Kamera macht
einfach unfassbar viel Spaß, da sie nur manuell zu fokussieren ist und die Fotografie dadurch wieder ein echtes Handwerk wird. Für mich ist diese
Kamera nicht mehr von meiner Seite wegzudenken.

Hütte fotografiert
Hütte hat ein besonderes Auge für Frauen

Auf ein Wort zu Leica

Auf den ersten Blick wirken die Dinger wie Spielzeugkameras, blickt man auf den Preis, der mit Objektiv die 10.000€ Marke ganz schnell knackt, fragst du dich:

Sind Leica Kameras ihr Geld wirklich wert und kann was ist das Besondere daran?

Leica Kameras sind natürlich sehr, sehr teuer und für den Einstieg nicht geeignet. Jedoch eignen sie sich perfekt für Fotografen, die schon ihr
Equipment haben und nach etwas Anderem suchen. Denn diese Kameras fühlen sich nie nach Arbeit an, du hast sie dadurch fast immer dabei und
fängst ganz andere Momente ein. Man muss eine in der Hand gehabt haben, um es zu verstehen.
Mir wurde sie von einem Kollegen auf einem Shooting einfach in die Hand gedrückt und ich war sofort hin und weg.
Die Tage werde ich dann selber eine kaufen, da die Leihe zu Ende geht. Und ich werde jeden Cent davon richtig anlegen.

Fotografieren ist etwas ganz, ganz Kreatives. Irgendwie möchte man doch sein eigenes Ding machen. Aber gerade Algorithmen Instagram geben ja schon fast vor, was man wie fotografieren muss, um besser gerankt zu werden. Ich sage nur, gelbe Regenjacke mit Bergen im Hintergrund? Ignorierst du so etwas oder siehst du es vielleicht eher als Inspiration?

Wie siehst du das und wie gehst du damit um?

Früher war das sehr schlimm bei mir, da ich mich sehr darauf fokussiert habe, im Hochformat zu fotografieren, weil das auf Instagram gut kommt.
Durch die Leica hat man dann endlich wieder gelernt die Kamera wie vorgesehen quer zu halten.
Ich denke, dass jeder solch einen Prozess durchgeht. Man sucht am Anfang eher den ‘Insta-Fame’. Doch im muss sagen, mir ist das inzwischen ziemlich
egal und ich sehe das so: Du selber musst das Bild gut finden. Es geht überhaupt nicht um Zahlen, die darunter stehen.
Die Entscheidung mit dem Strom zu schwimmen, oder den Mut zu haben, doch sein eigenes Ding zu machen liegt in der Hand eines jeden selbst.
Und ganz wichtig: Instagram ist nicht alles – es ist in unseren Köpfen viel zu präsent und schränkt auch eher ein finde ich. Auf Mauritius hatte ich zum Beispiel zwei Wochen lang mein Handy aus und nur die Leica dabei. Ich war selten so frei und kreativ.

Hütte fotografiert
Hütte bekommt viele Smiles von Mädls

Jetzt aber mal zur Zukunft der Arbeit

Du machst ja doch etwas anderes als du eigentlich „gelernt hast“. Als Fotograf bist du genau genommen sogar ein Handwerker.

Geht das? Wie hast du dir dein Handwerkszeug beigebracht?

Das habe ich mir von Anfang an durch viele YouTube Videos selbst beigebracht. Und dann einfach losgelegt und ausprobiert.
Bis ich wusste, was ein Preset ist, vergingen Monate. Bis ich wusste, wie man den Shutter beim Filmen einzustellen hat, vergingen Monate. Bis ich wusste was ein Gimbal ist, vergingen Monate.
Hier muss man einfach dran bleiben, viel angucken und auch abgucken.
Am Ende lernst du jedoch am besten, wenn du einfach losziehst und
ausprobierst. Deswegen war das Studium auch nie was für mich, da man dort nur theoretisch gefordert wurde.

Dein Job ist alles andere als Mainstream und eine Karriere, wie du sie hinlegst kann man nicht planen.

Aber kann man vielleicht doch etwas tun, um solche Träume wahr werden zu lassen?

Die Frage, wie wie ich es geschafft habe in 1 1/2 Jahre so weit zu kommen, höre ich mit am meisten.
Erstens: Ich selbst fühle mich noch gar nicht so weit, wie mich viele sehen.
Und zweitens: Man kann es, wie bereits gesagt, nicht planen. Am Anfang war es sehr viel Glück und ein Hauch von Talent, was mir geholfen hat, meinen Weg zu gehen.
Hinzu kommt, dass ich fleißig bin. Ich habe nie aufgehört, zu arbeiten und schon auf viel verzichtet, Geburtstagsfeiern verpasst, die Freundin nur alle
paar Wochen gesehen. Normale Wochenden gab es lange nicht mehr. Doch das war es mir alles wert und wer bereit ist anfangs viel aufzugeben, wird
am Ende umso mehr zurückbekommen.

Wie lebt es sich für dich in der Selbstständigkeit? Würdest du jemanden dazu raten selbständig zu werden?

Es lebt sich gut. Man arbeitet zwar mehr als in einer 40h-Woche, jedoch kannst du es dir immer selber einteilen, wann du arbeiten möchtest.
Genauso ist es mit dem Urlaub. Viel hatte ich nicht das letzte Jahr, willst du aber mal Urlaub, musst du niemanden fragen, du bist der Boss.
Ich würde es auf jeden fall raten, sich selbständig zu machen. Du wirst als Angestellter meistens nicht besser bezahlt, wenn du hervorragende Leistungen bringst. Wenn du aber als Selbständiger viel und gut arbeitest, erhältst du mehr Aufträge und steigerst schnell deinen Umsatz.
Doch was davon hängen bleibt, ist das nicht ganz so schöne an der Selbständigkeit.

Und jetzt noch ein Blick in die Zukunft Deiner Arbeit:

Wo möchtest du hin? Was ist dir für deine zukünftige Arbeit besonders wichtig?

Dort, wo ich gerade bin, fühle ich mich sehr wohl. Deutsche Künstler auf ihren Touren und Konzerten begleiten, ist im Moment meine Leidenschaft.
Ich komme aus dem Sport und liebe es diese einzigartigen Momente festzuhalten. Deshalb möchte ich in Zukunft in der Sportfotografie noch aktiver werden.
Wichtig in der Zukunft ist für mich, dass ich mich verbessere. Vor allem im Bereich Video kann ich jeden Tag etwas Neues lernen.

Welchen Rat gibst du jungen Menschen, die mit Träumen ins Berufsleben starten und im Moment noch nicht den Mut haben, mit diesen durchzustarten?

Do more, wie es auf Casey Neistat’s Unterarm steht, und mache Fehler. Aus diesen lernst du am besten und beim nächsten Mal gehst du ein Stück
schlauer an die Sache ran.

Ciao und danke, Chris

Peace out, Hütte.

Paul Hüttemann alias Hütte
Paul Hüttemann alias Hütte

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