Tom der Pferdefotograf

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Ihr habt einen Traum, oder eine Vision? Macht es!

Um euch genau dafür Mut zu machen, stelle ich euch heute Tom Hautmann vor. Er hat seine Vision Wirklichkeit werden lassen. Worum es geht? Seht selbst:

Location: Lammhof, Beratzhausen

Tom by chrisvision

Es ist ein wunderschöner Wintertag am Lammhof bei Regensburg. Auf der Koppel von Profireittrainer und mehrfachem Europameister im Westernreiten, Torsten Gärtner posiert Listos, ein Quarter Horse Wallach wie aus dem Bilderbuch. Sein fuchsbraunes Fell spiegelt sich kupfern in der Wintersonne. Ihm gegenüber liegt am verschneiten Boden Tom Hautmann. Seltsam? Ganz und gar nicht. Tom ist Pferdefotograf. Er wartet auf den richtigen Moment, um den Auslöser seiner Kamera zu drücken.

Wie hat es Tom zum Pferdefotografen geschafft?

Den Beruf des Pferdefotografen kann man nicht einfach lernen. Eigentlich ist Tom auch Betriebswirt. Fotografie war immer schon sein Hobby, das er mittlerweile zum Beruf gemacht hat. Wie man das schaffen kann? „Wenn du für etwas brennst, dann kommt der Rest von ganz alleine“, erzählt Tom mit glänzenden Augen. Angefangen hat alles mit dem Wunsch einer Freundin, Fotos von ihrem Pferd von Tom zu bekommen. Trotz Heuschnupfens ließ sich Tom darauf ein. Damit startete er nicht nur seine Karriere als Pferdefotograf, sondern erkannte er auch seine Begeisterung für Pferde. Dank Social Media hatte Tom bei einem seiner ersten Aufträge im Jahr 2012 einen bekannten Hengst der Profitrainerin Susanne Schnell vor der Kamera. Die damalige Aufregung steht ihm auch heute noch ins Gesicht geschrieben, wenn er erzählt wie aufgeregt er war und ihm eine Freundin als Unterstützung begleiten musste.

Den nächsten Meilenstein auf Toms Weg zum Vollzeit-Pferdefotografen markiert der Einstieg in die Turnierfotografie. Dadurch öffnete sich für Tom eine neue Tür zu einer neuen Welt. Fortan war er als Dienstleister für Turnierfotografen auf Westernturnieren in Kreuth tätig. „So etwas ist ein wahrer Glücksgriff“, berichtet Tom: „Die dabei gewonnenen Kontakte brachten mir spannende Möglichkeiten, von denen ich noch heute profitiere.“ Die Folge: Tom war von diesem Zeitpunkt an neben den Turnieren auch auf den Pferdekoppeln in ganz Deutschland anzutreffen.

Mittlerweile brannte Tom so stark für die Pferdefotografie, dass er 2016 alles auf eine Karte gesetzt hat. Er wollte testen, ob wollte sein Hobby nun wirklich zum Fulltimejob machen. Dazu nutzte er jede freie Minute inklusive seines Jahresurlaubs. Wie er schildert, war es für ihn das härteste aber auch wichtigste berufliche Jahr. Das Resultat? Tom kündigte seinen sicheren gutbezahlten Job und ist seit 2017 komplett als selbständiger Pferdefotograf tätig.

Tom in Action by chrisvision

Was ist das Besondere an der Pferdefotografie?

Pferdefotografie ist etwas ganz Spezielles und nicht mit der allgemeinen Fotografie zu vergleichen. Es verhält sich wie bei Bäcker und Konditoren, bringt es Tom auf den Punkt: „Ein Bäcker wird sicherlich auch eine Torte backen können, jedoch wird er nicht an das Werk des Konditors herankommen. In der Pferdefotografie bin ich ein Konditor – in vielen anderen Bereichen der Fotografie ein Bäcker.“ Der gewisse Moment in der Pferdefotografie wird von Vielem bestimmt, wie dem aufmerksamen Blick des Pferdes oder der richtigen Bewegungsphase in allen Gangarten. Um dem Charakter des Pferdes den passenden Ausdruck zu verleihen, braucht es ein besonderes Feingefühl für das Tier. Das läuft bei Tom, wie das Shooting am Lammhof zeigt.

Pferdeshooting mit Tom by chrisvision

Aber zurück zum Shooting am Lammhof

Heute läuft alles hochprofessionell und jeder Handgriff sitzt. Toms Helfer Lucca, Christina und Tina haben es geschafft, den Blick von Listos mit Möhrchen und Futtereimer nach Toms Vorstellung zu lenken. Er weiß genau wie das Pferd präsentiert werden soll und das Licht auf das Pferd treffen muss. Plötzlich macht es klick und nochmal klick. Tom hat den Auslöser seiner Kamera getätigt. Dass es auch der richtige Augenblick war, bestätigen sein zufriedenes „Yes“ mit dem er sich gleichzeitig wieder von der winterlichen Wiese erhebt und das Strahlen in den Augen von Pferdebesitzerin Lucca und Christina.

Genau jetzt wird jedem klar, Pferde zu fotografieren bedeutet vielmehr als die Technik zu beherrschen. Das Shooting mit Tom war für alle Beteiligten ein tolles und sogar entspannendes Erlebnis. Der passionierte Profi beschreibt das so: „Das Arbeiten nach Stundensätzen ist nicht mein Ding. Wir haben es mit Tieren zu tun, die einen eigenen Charakter haben. Um diesen einzufangen, bemühe ich mich um eine lockere Atmosphäre am Set – ganz ohne Zeitdruck.“ Ist vielleicht genau das, der Schlüssel zum Erfolg?

Passt das Ergebnis? by chrisvision

Mach, was du liebst als Erfolgsfaktor?

Toms Bilder sind mittlerweile bestens bekannt. Vor Allem in der Westernreitszene hat er sich damit einen Namen gemacht. Das Risiko, das er eingegangen ist, hat sich gelohnt: Er kann heute genau das tun, was ihn glücklich macht. Auch in finanzieller Hinsicht stellt die Fotografie für ihn keineswegs eine brotloste Kunst dar. Ganz im Gegenteil. An seinem Lebensstandard hat sich nichts verändert – seine Lebensqualität ist heute besser denn je.

Auf die Frage, was sein Ziel für die Zukunft ist, entgegnet er mit einem verschmitzten Lächeln: „Sonnenbrand im Nacken, die Schienbeine von Mücken zerstochen und staubige Finger. Denn so beende ich viele meiner Aufträge – staubig aber glücklich. Und vielleicht fange ich auch irgendwann einmal selbst das Reiten an.“

Genau deshalb habe ich Tom für meinen Blog chrisvision ausgesucht: Es lohnt sich, genau das zu machen, was man liebt. Denn darin ist jeder einsame Spitze. Natürlich bedeutet das oft, ein Risiko einzugehen, um seine Visionen Realität werden zu lassen. Aber in meinen und auch in Toms Augen, lohnt es sich definitiv!

Also bleibt dran an euren Träumen, auch wenn ihr damit vielleicht vom Standardweg abweicht und nicht im Trend liegt! Was man am Ende bekommen kann, ist es wirklich wert,

euer Chris
P.S. Der Beitrag enthält Werbung, ist nicht gesponsert.

Pics findet ihr hier:

 

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