WOL

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Working Out Loud

Im Moment befasse ich mich mit modernen Arbeitsmethoden oder modern gesagt mit „New Work Style“. Eine zur Zeit gerade bei großen Firmen sehr beliebte Methode ist Working Out Loud. Was bedeutet Working Out Loud und kann ich es für meine Arbeit auch nutzen?

Was #WOL bedeutet, ist in obigem Video durch den Erfinder, John Stepper, bestens erklärt. Dies hat er auch in einem Buch, „Working Out Loud. For a Better Career and Life“, festgehalten.

Working Out Loud by John Stepper

Im Wesentlichen geht es bei #WOL um Folgendes:
Working Out Loud ist eine Methode, um relevante Arbeitsbeziehungen aufzubauen, die dabei helfen sollen, um Ziele zu erreichen oder neue Themen zu entdecken. Folgende Schritte sind dabei relevant:

  • Seine eigene Arbeit sichtbar machen, um Feedback zu erhalten.
  • Seine Arbeit durch Feedback stetig verbessern.
  • Selbst großzügige Beiträge leisten und anderen viel Hilfestellungen geben.
  • Sich ein soziales Netzwerk mit Experten für unterschiedliche Bereich aufbauen
  • Zielgerichtet zusammenarbeiten
  • Gründung von Circles, in denen #WOL trainiert und sein eigenes Thema vorwärts gebracht werden kann.

Wie man sieht, ist der gegenseitige Austausch bei #WOL einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren.

WOL ist sehr vielfältig einsetzbar und nahezu jeder kann davon profitieren: Selbst in meiner Promotionsphase konnte ich Elemente daraus für mich einsetzen:

  • Gerade in der Startphase war es mir sehr wichtig mich gut mit Forschern zu vernetzen, die an ähnlichen Themen gearbeitet haben und Spezialisten dafür waren. Ihnen konnte ich meine Fragen stellen und habe gute Anknüpfungspunkte erhalten.
  • Dieser Gruppe an Spezialisten habe ich immer wieder meine Ideen präsentiert und super Feedback bekommen. Genau dadurch konnte ich die Idee meiner Arbeit so gut ausarbeiten.
  • Was bei #Wol Circles genannt wird, waren bei mir die Oberseminare mit anderen Doktoranden aber auch Gastdozenten. Dort gab es ebenfalls immer wieder die Möglichkeit, work in progress vorzustellen und wertvolle Rückmeldungen zu erhalten. Ich halte es für sehr wichtig, seine Arbeit in einem überschaubarem Kreis zu präsentieren und dabei nicht schon ein fertiges Endprodukt vorzustellen.
  • Durch den ständigen Austausch mit den verschiedensten Leuten, kann man seine Arbeit immer mehr präzisieren und auf ein Level bringen, das man alleine im Büro nie erreichen könnte. Zusammenarbeit, Austausch und kritisches Feedback ist für mich der wichtigste Schlüssel zum Erfolg und auch der Kern von #WOL.

Was konnte ich anderen in meiner Promotionszeit im Sinne von #WOL geben:

  • Einerseits habe ich meine Hilfe für all diejenigen angeboten, die in der Anfangsphase ihres Projektes waren. Ich war ein guter Berater, wenn es darum ging, ein Drittmittelprojekt einzuwerben, da ich selber von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurde.
  • Andererseits wusste ich, worauf es ankommt, wenn man startet. Weiter bin ich fachlich auf Rezeptionsgeschichte spezialisiert, so konnte ich auch konkrete Fachfragen dazu beantworten.
  • Da ich auch sehr IT affin bin, wurde ich sehr oft aber auch für IT-Probleme bzw. die technische Umsetzung verschiedener Sachen angefragt, wo ich konkret einen besonderen Vorteil dies #wol-ähnlichen Arbeitsweise sehe, da das gesamte Spektrum seiner Talente zum Einsatz kommen kann und nicht nur berufs- oder fachspezifisches Wissen.

WOL-Circle mit festen Strukturen gab es bei uns leider noch nicht. Dies sehe ich als sehr wichtigen Punkt für meine zukünftige Arbeit. Gerade durch feste Strukturen kann sich Hilfe und Helfen meiner Meinung nach viel besser entfalten als durch unregelmäßige Treffen.

Mittlerweile arbeite ich an einem neuen Projekt, bei dem es um die Digitalisierung und Erstellung der Werke eines berühmten Theologen geht mit Hilfe des Programmes Transkribus geht. Auch hier versuche ich gerade #WOL Strukturen zu etablieren und es zeigt sich ein großer Vorteil dieser Arbeitsweise: #WOL ist nicht ortsgebunden, d.h. durch die Möglichkeiten digitaler Vernetzung ist es kein Problem, wenn das Team nicht am gleichen Standort sitzt. In meinem Fall sind meine Kollegen und Ansprechpartner nahezu über die ganze Welt verteilt. Das ist etwas, was mir persönlich besonders Spaß macht. Hat man einmal eine digitale Infrastruktur für Kommunikation geschaffen, dann läuft auch #WOL.

Stay tuned for updates
Chris von chrisvision

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