hidden Places einer tollen Insel

Im Mai ging ein lang ersehnter Traum von mir in Erfüllung: Mit dem Rennrad quer durch Mallorca. Untergekommen bin ich in dem beschaulichen und ruhigen Ort Sineu, nahe Palma de Mallorca. Mein Gastgeber: Jan Eric Schwarzer, ehemaliger Radrennprofi im Bahnradfahren. Jan Eric hat mit dem MA-13 eine wundervolle Unterkunft sportbegeisterte Rennradfahrer geschaffen. Jan Eric verleiht Rennräder der Marke Canyon, neueste Generation, Ultegra Ausstattung.

Das MA-13 hingegen ist schlicht, aber sehr stilvoll ausgestattet. An den kleinen Details merkt man schnell die Liebe des Betreibers zu Design. Am liebsten würde Jan Eric auch selber in das Produktdesign einsteigen, wie er mir Abends bei einem Glas Wein mal erzählt hat.
Das Frühstück bereitet der Senor höchstpersönlich zu. Die Krönung ist Jan Erics Café, den er hochprofessionell mit seiner Rocket-Cafe-Maschine zubereitet. Auch über Café kann man sich gut mit Jan-Eric unterhalten. Er hat genaue Vorstellungen, wie der perfekte Cappucino schmecken muss.

Hier ein paar Bilder des Domicils:

Mallorca Another Side, der Film

An meinen Ruhetagen habe ich die Möglichkeit genutzt, einen kleinen Film über Orte der Insel zu drehen, die nicht jeder kennt, weil sie nicht im Fokus des Tourismus liegen. Aber seht selbst:

Mallorca ANOTHER side: Ein Film von chrisvision

Mallorca ANOTHER side in Bildern

Natürlich sollen auch ein paar Pics Teil dieser kleinen Reisereportage sein. Ich war unterwegs mit meiner Sony Alpha 7 III und meiner Drohne, der DJI Mavic 2 Pro. Danke auch an Jochen, meine Fotobegleitung!

Die Zukunft des Reisens
Forecast of chrisvision

Wer reist, ist unterwegs und damit mobil. Ich finde es wahnsinnig spannend zu sehen, wie sich gerade Reisen in den letzten Jahren verändert hat und in welchem Wandel Reisen gerade im Begriff ist. Betrachte ich meine eigene Reise nach Mallorca und die Reisen, die in letzter Zeit unternommen habe, kann ich deutlich Trends erkennen, die durch viele Faktoren beeinflusst sind und von denen ich eine Zukunft des Reisens ableiten möchte.

Mit dem Auto nach Italien an die Adria, mit dem Camper nach Österreich oder an den Gardasee. So sind unsere Eltern gereist, die Generation der Nachkriegskinder. Für mich waren dann schon erste Flugreisen an das Mittelmeer oder sogar in die USA mit meiner Familie im Rahmen des Möglichen. Das klingt schon modern und weit, wenn ich an die Erzählungen meiner Großmutter denke, die mir mit einem Strahlen in ihren Augen von den tollen Reisen in die Berge erzählt, mit dem Reisebus versteht sich. Das war natürlich damals, in den ersten Nachkriegsjahren noch ganz weit verbreitet, da viele Menschen noch kein eigenes Auto oder einen Führerschein hatten.

Was Reisen bis zu diesem Zeitpunkt, bis zum Ende meiner Kindheit und frühen Jugend in den 2000er Jahren verbindet sind drei Dinge: Urlaube wurden ganz oft über ein Reisebüro gebucht, die Ziele waren Gegenden, in denen viele, viele Leute Urlaub machen wollten und die Domizile waren weitgehend Hotels, größere Hotels, die sich sogar ganz oft an die deutschen Gepflogenheiten angepasst haben. Ein Schweinebraten in einem Hotel am Gardasee is doch Klasse, nicht wahr?

Eine neue Perspektive auf das Reisen by chrisvision
Eine neue Perspektive auf das Reisen by chrisvision

Logischwerweise gibt es das alles inklusive eines Pauschaltourismus mit All Inklusiv Angeboten auch heute auch noch, aber nicht mehr so stark und anders. Geht man an Reisebüros vorbei, wird man dort in den seltensten Fällen eine lange Schlange sehen. Ein Grund: Dank Internet und unzähligen Bewertungsportalen oder auch Travelbloggern kann sich jeder in den meisten Fällen seine individuelle Reise selbst besser zusammenstellen als ein Berater im Reisebüro, das jemals hinbekommen würde.

Damit bin ich auch schon bei meiner Hauptbeobachtung: Reisen wird immer individueller. Über das Internet können wir uns schneller denn je über Reiseziele informieren und herausfinden, wie man dorthin gelangt und wo man unterkommen kann. Reiseportale wir Airbnb mit kleinen, individuellen Appartements machen auch das Wohnen noch einzigartiger und besonders. Dass es sich hierbei wirklich um einen Megatrend handelt, hat mir auch Jan Eric bestätigt, der mir von sinkenden Hotelauslastungen auf Mallorca bei deutlich steigender Auslastung von individuellen Appartements auf der Insel berichtet hat.

Meine Zukunft des Reisens

Wie sehe ich diese Entwicklung? Ich muss gestehen, ich bin voll dabei: Urlaub ist für mich nicht, meine Zeit in großen Hotels und an überfüllten Stränden, oder auf vollen Skipisten zu verbringen. Ich benötige keine Luxushotels mit einem 10.000qm großen Wellnessbereich. Urlaub ist für mich an einem schönen Ort zu entspannen mit meiner Freundin, vielleicht auch noch mit ein paar anderen Leuten, die mir nahestehen. Das wertvollste ist für mich, einfach mal Zeit zu haben, Zeit für das was ich liebe und wofür zu wenig Zeit im Alltag ist. Ach ja, was neben meiner Freundin liebe: Sport, Fotografieren, Filmen, Kultur und Menschen. Um dahin zu kommen, muss ich weg und zwar nicht in eine Großstadt, sondern an einen Ort, an dem nicht zu viel los: Einsame Strände, ruhige Berge, das sind meine Reviere.

Inzwischen bekomme ich das gut hin. Das MA-13 von Jan Eric in Sineu ist ein gutes Beispiel dafür. Meine Wünsche wurden restlos erfüllt. Nur wie immer hätte ich gerne mehr Zeit gehabt. Aber auch das bekomme ich noch hin und werde ich gleich bei meiner Reise nach Corsica im September versuchen, zu verbessern. Sämtliche Akkus lade ich schon mal und ein kleiner Trip nach Österreich steht auch noch auf dem Programm.

Ready for takeoff: Zukunft des Reisens by chrisvision
Ready for takeoff: Zukunft des Reisens by chrisvision

DIE Zukunft des Reisens

Meine Zukunft des Reisens ist sehr individuell. Deshalb wird diese Zukunft nicht allgemein so eintreffen. Einige Eckpfeiler kann ich trotzdem erkennen:

  • Reisen wird individueller und immer mehr Menschen wollen individuell reisen. Dank Internet werden immer mehr Informationen über die entlegensten Orte zugänglich und wird es dank weltweiten Plattformen auch immer leichter eine Unterkunft anzubieten, auch wenn man kein Hotelbetreiber ist.
  • Die Arbeit wird den Menschen aber auch immer mehr Tribut zollen, so dass Pauschalreisen mit All Inclusive weiterhin sehr beliebt sein werden.
  • Die Qualität bei Unterkünften jeglicher Art wird sich immer mehr steigern. Oder anders gesagt: Man wird bei seiner Unterkunft immer weniger Überraschungen erleben müssen. Anlass hierzu geben Bewertungsplattformen, auf denen teils schwer ins Gericht gegangen wird mit den Betreibern. So kann man als Betreiber seinen Ruf schnell beschädigen, macht man falsche Versprechungen.
  • Einerseits wird sich Tourismus auf eine weitere Fläche verteilen, andererseits wird das Bestreben, Lost Places zu entdecken auch nicht nur gut für die Umwelt sein. Hier muss erst noch ein Bewusstsein bei den Reisenden entstehen, dass man nicht jeden Winkel der Erde erkunden muss und es auch Grenzen gibt. Grenzen, an denen Tiere ihren Rückzugspunkt haben.
  • Das Thema Umwelt wird auch aus einer anderen Sicht nochmal interessant werden und ist es in diesem Fall gegenwärtig auch schon: Je mehr wir reisen, desto größer wird der ökologische Fußabdruck, den wir hinterlassen. Der Hype immer weiter zu reisen, von einem Kontinent zum anderen zu chatten, tut dem Ganzen keinen Abbruch.
  • Mit welchen Formen von Mobilität wir reisen werden und reisen können, ist eine mindestens genauso spannende Frage. Eine Antwort hierauf gibt es in einem eigenen Artikel.
Ein Blick in die Zukunft des Reisens by chrisvision

Das Reisen der Zukunft: Eine Hotelierssicht

Wie das Reisen der Zukunft aussehen wird, werde ich auch nochmal aus einer anderen Perspektive klären. Wer könnte mir hierzu einen besseren Einblick geben, als ein Hotelier? Für einen Futuretalk hierzu konnte ich einen bekannten Hotelier gewinnen.

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