Es ist so weit: Apple hat heute (18.10.2021) in einem Special October Event mit dem Thema „Unleashed“ ein komplett neues Macbook Pro mit dem komplett neu entwickelten M1-X Chip vorgestellt. Dabei wurde auch das Design komplett überarbeitet. Jahre habe ich genau auf diesen Tag gewartet. Mein aktuelles Macbook Pro aus 2017 ist nämlich nun wirklich am Ende seiner Lebenszeit angekommen, bzw. kommt nicht mit meinen Anforderungen für Videoschnitt klar (4k 120fps braucht einfach richtig Power). Auch bin ich es leid, ständig mit externen SSDs zu hantieren, die immer wieder der Verbindung verlieren. Das war schon immer nötig, weil das Macbook Pro nur 256GB SSD hat (ein absoluter Fail meinerseits).

Die neuen Macbook Pros 2021 in 14 und 16 Zoll

Das Macbook Pro 2021 – Power ohne Ende

Mit dem neuen Macbook Pro sind nicht nur alle meine Probleme gelöst, sondern gehen auch lang gehegte Träume in Erfüllung. Die Geräte, die in 14 und 16 Zoll verfügbar sind, übersteigen meine Erwartungen sogar. Bitte beachten, die folgenden technischen Daten sind ohne Gewähr. Bitte mit den Daten bei Apple selber gegenprüfen (hier).

Hier die Kernfeatures und das, was neu ist:

  • Design: Apple hat das Chassis des Macbook Pro komplett überarbeitet. Die Formen wirken etwas kantiger und der Auftritt moderner, entsprechend dem aktuellen industrial design von Apple, wie wir es vom iMac 24 Zoll, dem iPhone 13 und dem aktuellen iPads kennen. Mir gefällt es.
  • Display: Wow, wow, wow. Das neue Macbook Pro ist das erste Notebook auf dem Markt, das mit einem sog. Mini-LED-Display ausgestattet ist. Für Fotografen und Filmemacher besonders deshalb ein Traum, weil die Farbgenauigkeit noch krasser ist. Das tiefste Schwarz ist jetzt noch schwarzer 😉 Außerdem hat das Display eine 120Hz-Refresh-Rate (Promotion), was alles flüssiger macht. Außerdem hat das 16 Zoll Gerät 7,7 Mio Pixel, das 14,2 Zoll Gerät 4,2 Mio Pixel. Die Technik dahinter ist Liquid Retina. Ebenfalls Krass: Das Display schafft 1000 Nits Helligkeit und 1600 Peak Brightness. Ich denke, das ist aktuell das weltbeste Display in einem Notebook. Ach ja, es gibt jetzt auch eine Notch, wie beim iPhone, die aber weniger auffällt, da sie sich in der Menuebar versteckt.
  • Prozessor: Power ohne Ende verspricht der neue M1Max Prozessor mit 10 Kernen CPU, davon sind 2 Kerne High Efficiency Kerne und 8 High Power Kerne. Voll integriert ist auch die GPU, die in einer Variante mit 16 Kernen oder sogar 32 Kernen verfügbar ist (oh my goodness). Wenn ein M1-Mac schon 8K-Videos schneiden kann, was kann dann das neue Macbook Pro? Apple bietet auch noch einen M1Pro Chip. Dieser ist etwas schwächer, aber auch noch mehr als gut genug 🙂 Interessant ist auch, dass Apple sich für eine integrierte GPU entschieden hat, um den Energieverbrauch drastisch einzuschränken verglichen mit Laptops mit separaten Grafikkarten. Die GPUS sollen bis zu 16 mal schneller sein als die bisherigen Geräte.
  • Speicher: Während der Arbeitsspeicher beim M1-Chip auf 16GB limitiert ist, schafft der M1Max satte 64GB, der M1Pro 32GB. Ähnliches gilt bei den SSDs. Apple erlaubt dem neuen Chip eine maximale Kapazität von 4TB (weniger als beim alten 16 Zoll Gerät, dort waren 8TB möglich, was aber auch unbezahlbar war). Dabei sind die SSDs nun auch noch schneller und schaffen 7,7GB/s.
  • Das beliebte Video Format Pro Res ist über die neue Chip-Architektur auch leichter zu verarbeiten verspricht Apple. Dabei werden GPU-Kerne nur teilweise ausgelastet. Das ist schon wirklich klug von Apple. Ich bin der Ansicht, dass man mit diesen neuen M1Pro und M1Max Chips, Sachen machen kann, über die man aktuell noch gar nicht nachgedacht hat, weil es einfach keine Hindernisse mehr gibt.
  • Softwareintegration: Krasse Chips brauchen natürlich eine besondere Softwareumgebung: Software-Chef Craig Federighi verspricht, dass Mac OS speziell an die neuen Chips angepasst wurde und die Power damit richtig auf die Straße bringt. Außerdem versichert Federighi, dass die neue Architektur noch sicherer sein soll.
  • Comeback von MagSafe im Gewand von Magsafe 3.0: Endlich hat das Macbook Pro wieder die Möglichkeit über ein magnetisches Ladekabel Power in die Akkus zu schießen und das auch schneller als die bisherige Modellgeneration. Ein absoluter Hit! Funfact: Apple hat jetzt 2 MagSafe, für die Macbook Pros und für die iPhones. Das kann nur Apple 😉
  • Netzteil: Auch das Netzteil wurde überarbeitet. Interessant daran. Das Macbook Pro 16 Zoll kommt mit einem 140W-Ladegerät. Dadurch wird Schnellladen möglich, 50 Prozent in 30 Minuten. Richtig toll. Diese Funktion ist aber nur für die 16 Zoll Geräte verfügbar. Auch wichtig: Man kann weiter über USB-C laden. Das schadet nicht.
  • Anschlüsse: Pros hatten schwere Jahre mit den bisherigen Geräten. SD-Kartenleser und HDMI-Anschlüsse waren einfach nicht vorhanden. Jetzt sind sie wieder da. Juhu. Weniger Dongles, die ich mitschleppen muss. Hier auch Hut ab von Apple, auch mal zurückrudern zu können.
  • Kamera: Hier gibt es nun auch die 1080P Kamera mit vier Linsenelementen, was richtig gut ist. Apple spricht auch von einer höheren Lichtstärke. Gerade für Videokonferenzen mit mangelnder Belichtung sehr wichtig. Wie hoch die Lichtstärke genau ist, verrät Apple auch in den technischen Daten nicht.
  • Ciao Touchbar. Aufgrund der vielfachen Kritik, wartet das neue Macbook Pro nicht mehr mit einer Touchbar auf, sondern mit herrkömmlichen Funktionstasten, die sehr schön aussehen und auch eine normale Größe haben.
  • Soundsystem: Hier hat Apple auch richtig nachgelegt und sechs Lautsprecher verbaut, so dass mit den Lautsprechern sogar Spatial audio möglich ist und noch mehr Bass und Klang erwartet werden kann.
  • Farbvarianten: Die Macbook Pros sind verfügbar in silber (wie immer) und in einem spacegrey, so wie ich es liebe.
  • Akkulaufzeit: Das 16 Zoll Gerät schafft nun 21 Std. Videoplayback, das 14 Zoll Modell 17 Stunden. Richtig klasse, in meinen Augen gibt es hier nichts anderes. Ich bin gespannt auf meinen Test.
Die neuen Macbook Pros von Apple

Preise und Verfügbarkeit des Apple Macbook Pro 2021

Hierauf bin ich ganz stolz: Auf Twitter hatte ich schon vorhergesehen, dass die neuen Geräte bereits am Tag der Vorstellung zu bestellen sind und ziemlich bald danach ausgeliefert werden können.

Hier auch mal der Original-Tweet mit den Spekulationen von Rafael Zeier, Oliver Herbert und Sascha Pallenberg dazu:

Die Diskussion auf Twitter in den Stunden vor Apples „Unleashed“ Event

Was kostet so ein Powerhouse? Wenn ich jetzt sage, die neuen Geräte sind ein Schnäppchen, würden mir sicher die meisten Leute widersprechen. Wenn ich den Markt betrachte und die Funktionen und Features sehe, die Apple bietet, finde ich die Preise angemessen. Speichererweiterungen sind wie immer teuer, aber nicht teuerer als bisher, obwohl Apple schnelleren Speicher verspricht, was man auch mal sehen muss.

Kurz um, die 14 Zoll Geräte sind verfügbar ab 2.249€ und die 16 Zoll Geräte ab 2749€. Der Aufpreis für den M1 Max mit noch mehr Power beträgt knapp 500€, bietet aber natürlich nochmal ein anderes Level an Performance (32-Core GPU). Man kann auch die Basisversionen mit dem M1-Max konfigurieren. Der M1 Pro schafft 32GB Arbeitsspeicher, alle Modelle schaffen 8TB. Die Limitationen des M1 sind damit aufgehoben.

Hat man sofort nach der Produktpräsentation bestellt, stehen die Chancen gut, dass die Auslieferung ab 25.10.21 beginnt. Aktuell liegt die Lieferzeit bei 3-4 Wochen in Deutschland. Daran kann man schon erkennen, dass Apple die Lieferkette wirklich gut im Griff hat. Die Chipknappheit hält die IT-Welt weiter in Atem. Auch hier hat es sich gelohnt, dass Apple nun seine eigenen Chips baut. So hat Apple noch mehr in eigener Hand.

Macbook Pro 2021 im kreativen Einsatz

Meine Traumkonfiguration des Macbook Pro 2021?

Für mich war der Fall recht klar, auch wenn die Bestellung vielleicht hätte vernünftiger ausfallen können. Ich würde sagen, schon fast sein ein paar Jahren habe ich auf diesen Tag gewartet. Mein aktuelles Macbook Pro ist knapp 5 Jahre und ich komm mit vielem nicht mehr klar. Wenn man viel mit Foto und Video macht, braucht man auf jeden Fall viel Leistung, was GPU anbelangt und auch Speicher sollte man haben. Davon hatte ich mit 256GB von Anfang an zu wenig und musste ständig mit externen Festplatten rumrennen, was regelmäßig zu Aggressionen geführt hat, wenn bei mir am Bildschirm die Meldung aufblitzte: „Ihr Medium wurde ausgeworfen“. Das geht so leicht, wenn man mal kurz an das Kabel der externen Festplatte kommt, gerade dann, wenn man auch mal auf der Couch arbeiten möchte. 🙂 Kurzum, mir fällt es schwer, hier auszusprechen, wieviel Speicher ich mir bestellt habe. Aber es ist so viel, dass ich so schnell keine externe Festplatte brauche 🙂 Man könnte es aber auch damit begründen, dass die internen SSDs gerade bei dem neuen Macbook Pro dank der Architektur von M1 Pro und M1 Max viel schnellere Lese- und Schreibraten haben als externe SSDs. Außerdem haben auch SSDs eine maximale Beschreibbarkeit. Das heißt, sie sind irgendwann kaputt. Wenn ich das, was ich speichern möchte auf viel Speicher verteile, wird die gesamte SSD nicht so stark abgenutzt. Ihr seht, ich finde immer Argumente 😉

Ich möchte meine Geräte so lange wie mögliche behalten. Für mich sind das mindestens 5 Jahre. Darum blicke ich beim Kauf auch immer etwas in die Zukunft. Mit einem M1 kommt man schon recht weit. Man kann beispielsweise 8K ohne Probleme schneiden. Klar ist aber auch, die Technik entwickelt sich immer schneller vorwärts und die Anforderungen für Software werden immer schneller höher. Gerade im Foto- und Videobereich heißt das, man brauch viel Power, was GPU und CPU anbelangt. Deshalb habe ich mich für das 16 Zoll Macbook Pro mit M1 Max, 64GB und viel SSD entschieden 🙂 Die Auslieferung soll schon am 2. November erfolgen. Dann gibt es hier auch Tests dieses genialen Geräte <3

Final Cut meets Macbook Pro 2021